»Bevor der Riss die Welt teilte, waren wir nicht Beobachter, sondern Teil eines lebendigen Ganzen – eingewoben in den Rhythmus der Ur-Natur.«
Über mich
Ich spürte das Discidium bereits als Kind – die Welt schien gefährlich und unberechenbar. Also floh ich in überschaubare Welten, in Hobbys, Interessen und Geschichten, in denen das Wesentliche nicht in der Lawine von Information unterging. Irgendwann holte mich der Riss jedoch ein und ließ mich leer zurück.
Ich suchte Nähe und Gemeinschaft, verlor mich selbst, betäubte die Kälte – nicht immer gesund, aber immer ehrlich. Ich bemühte mich stets mit Bedacht um meine Ziele. Doch unerwartete Verluste trafen mich, einen nach dem anderen, und ich fand mich in der Tiefe des Risses wieder.
Dort erkannte ich: Die Erzählungen der Gesellschaft über das Leben stimmen nicht. Ich suchte eine Bedienungsanleitung – doch musste sie selbst schreiben. Dieses Buch ist das Ergebnis. Keine Autobiografie, sondern eine Diagnose – und die Prognose ist nicht gut.
Die Spiele, Reisen, Beziehungen, Partys, Arbeit – alles Ablenkung. Was bleibt, ist die Stille und die eigenen Gedanken. Allein mit ihnen zu sein hat mich oft zermürbt, aber es war auch der Boden, auf dem dieses Buch wachsen konnte.
Discidium Genetivum · Teil I
Die Ur-Trennung: Der Riss, der durch die moderne Existenz geht, sitzt nicht nur in der Psyche – er sitzt im Körper. Dieses Kapitel seziert, wie die Ur-Trennung sich in Neurobiologie, Schlaf, Sucht und chronischer Erschöpfung materialisiert.
Discidium Genetivum · Teil II
Die Ablenkungsmaschine: Die Gesellschaft ist kein Raum der Freiheit, sondern ein perfekt geölter Apparat, der uns von uns selbst ablenkt. Arbeit, Konsum, Politik, Medien, Bildung und Familie – jedes Rad dieser Maschine dreht sich um die Akkumulation und ihre Mythen.
Discidium Genetivum · Teil III
Die sichtbaren Symptome: Das Discidium hat Geschichte. Dieses Kapitel folgt seinen Spuren – von den ersten Lügen der Priester bis zu den digitalen Prangern, von den Schlachtfeldern der Vergangenheit bis zu den stummen Opfern in den Ställen und den Wunden des Planeten.
Discidium Genetivum · Teil IV
Das Unausweichliche: Wenn die Ablenkungen verstummen, bleiben drei Gedanken: an den Tod, die Liebe und die Menschlichkeit. Dieses Kapitel blickt in den Riss selbst – und stellt die einzige Frage, die nach der Diagnose noch zählt: Was tust du mit dem, was du jetzt weißt?
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Auf diesen Kanälen tauchen wir tiefer in die Philosophie des Buches ein.